Vor 75 Jahren befahl Rumäniens Diktator, die Stadt Iasi "von Juden zu säubern". 15.000 Menschen wurden erschlagen oder erschossen, sie erstickten oder verdursteten in Todeszügen. Einer der letzten Überlebenden berichtet.

An diesem warmen Sonntagmorgen des 29. Juni 1941 durchkämmen Soldaten die Sarariei-Straße im jüdischen Viertel von Iasi (Jassy). Sie hämmern auch an die Tür des Hauses Nummer 191. Dort wohnt der 18-jährige Iancu Zuckerman mit seinem Vater und seinen drei Schwestern. "Alle Judenmänner raus!", brüllen die Soldaten. "Raus, Hände hoch und aufstellen!" Iancu Zuckerman und sein Vater treten verängstigt auf die Straße. Auf ein Kommando hin müssen sie mit erhobenen Händen losmarschieren. Sie wissen nicht wohin, sie wissen nicht, was mit ihnen geschehen wird.

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